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Montag, 14. September 2020
 
 
... und tschüß
 

Nachdem der Pfleger mir gestern abend schon die Aufenthaltsbescheinigung, datiert bis heute, reingereicht hatte und mir Infos für den Checkout gegeben hatte, sieht es wohl so aus, dass ich heute nach Hause entlassen werde. Nach dem Aufstehen zog ich, wie gefordert, die Bettwäsche ab und stopfte sie in den Wäschesack im Flur. Dann wurde ich ins Sockelgeschoss zur Szintigrafie geschickt. Dort wurde ich in ein MRT-Gerät geschoben, wobei der Kopf draußen blieb und sich eine Kameraeinheit über ihn bis auf wenige Millimeter senkte. Danach ging ich wieder in mein Zimmer zum Frühstück, nicht ohne vorher einen Blick in die Patientenunterlagen, die man mir orübergehend mitgegeben hatte, zu werfen: 757,3 MBq waren bei mir appliziert worden.

Inzwischen waren Kopfkissen und Bettdecke entfernt worden. Nach der Stärkung zog ich mit meinem Gepäck in den Aufenthaltsraum um und suchte mir einen Platz um Schatten (auch dieser Raum hatte nur ein Südfenster).

Dort harrten wir mehr als eine Stunde aus, weil es eine neue Stationsärztin gab, die aber kurzfristig ausfiel und die bisherige Ärztin erst auf dem Wege war. Dann wurde ich irgendwann zum Abschlußgespräch gerufen.

Dort erfolgte noch eine Messung aus 1 Meter Entfernung. 15,1 nannte der begleitende Arzt, der gerade angelernt wurde. Ich fragte nach der Einheit für diesen Wert. Es waren 15,1 µSv (Mikrosievert). Zuhause habe ich recherchiert, dass die Entlassung von der Unterschreitung des Grenzwertes für die Restaktivität von 3,5 µSv/h in 2 Meter Abstand abhängt. Auch habe ich gefunden, dass die Intensität bei Entfernungsverdoppelung auf ein Viertel abfällt, heißt auf 3,775 µSv/h bei 2 Metern.

Dann habe ich noch gefragt, warum der cpm-Wert von Samstag auf Sonntag gestiegen sei. Das wurde mir mit einer Messungenauigkeit beantwortet. Dann erhielt ich noch meine Packung Kortison und einen Merkzettel und dann wurde ich entsorgt (Verzeihung, "entlassen" wollte ich sagen).

Ich holte mir telefonisch einen Termin bei meinem Endokrinologen und ging dann zum Bus und fuhr nach Hause.