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Sonntag, 28. Mai 2017
 
 
Katzenservice
 

Zu 7.30 Uhr hatten sich Schwiegereltern zum Katzen versorgen angek√ľndigt. Da sie sich mit Freunden zu einem Ausflug verabredet hatten, konnten sie es nicht sp√§ter legen. Fast p√ľnktlich schlugen sie auf und begannen ihr Werk. Mama holte das Futtersch√§lchen, Gabel und Fressnapf, Papa sperrte die Nicht-Problemf√§lle auf der Terrasse aus. Dann √∂ffnete Mama das Futtersch√§lchen und st√∂hnte beim Anblick des Inhalts: Das mag Snowie doch wieder nicht. Was mach ich jetzt, fragte sie mich. Ob der Uhrzeit noch nicht ganz wach, antwortete ich: Neues holen. Oh nee, dann hol ich was. Hoffentlich bleiben die anderen ausgesperrten Katzen drau√üen im Flur. Taten sie nat√ľrlich nicht. Qerim nutzte sofort die Gelegenheit, lief ins Wohnzimmer und machte sich √ľber das verschm√§hte Futter her.

W√§hrend Mutter in der K√ľche ein neues Futtersch√§lchen holte, beichte mir Schwiegerpapa, da√ü der ver√§rgert sei, weil er uns unsere geliebte Sendung Hund-Katze-Maus vergessen hat aufzunehmen. Schei√ü Fussball (gemeint ist das Pokalfinale). Dabei sieht er doch selber recht gerne gro√üe Spiele.

Mama kommt mit einem neuen Futtersch√§lchen und einem neuen Glassch√§lchen zur√ľck und st√∂hnt: Wenn man schon im Stre√ü ist ...

Pueblo vor die Katzenklappe gestellt mit der √Ėffnung zum Wohnzimmer hin (so haben wir das aber nicht gelernt), sich √ľber den frechen Qerim mockiert (der doch nur eine gebotene Chance genutzt hat) und Snowie sein Futter kredenzt. Diesmal fra√ü er.

Während dessen schnappte sich Papa die halbe Tablette Magenschoner. Mama bat mich, die Laktulose-Spritze aufzuziehen.

Als Snowie fertig war, sprang er nat√ľrlich blitzartig vom Sessel und verschwand hinter dem Fernsehschr√§nkchen. Und nun, fragte Mama mit einem verzweifenden Unterton. Ich zog das Schr√§nkchen an einer Seite vor und schob Snowie in Richtung Raummitte. Hast du ihn, fragte sie Papa. Ja, versuchte er zu beruhigen. Sie nahm Snowie und Papa versuchte, ihm die Tablette eibzuwerfen. Ist sie drin? Nein, meinte Papa. Die ist irgendwo hingefallen. Ich nehm schnell ne neue, suchen kann ich sp√§ter. Diese landete in Snowies Rachen. Gleich die Laktulose-Spritze hinterher und fertig. Bea, kannst du auch die Spritze f√ľr Xenia fertig machen? Aber klar kann ich, tat ich und reichte r√ľber. Die ging problemlos in Xenias M√§ulchen. Darauf Mama: Dann sind wir ja fertig und k√∂nnen los. Sprachen und verschwanden um 7.45 Uhr. Und wir? Ich r√§umte die leeren Glassch√§lchen weg und wir alle kamen langsam wieder zur Ruhe dank meiner Streicheleinheiten - Katzenservice eben! Nur Arni war die Hektik auf den Magen geschlagen und er kotzte sie auf die Herdplatten. Danach verschwand er auf dem Kratzbaum im Schlafzimmer, um sich auszuruhen. Und ich wurde langsam wach.